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Panda-Panzerwels (Corydoras panda)
Panzerwelse

Panda-Panzerwels

Corydoras panda

Cremeweiß mit schwarzer Augenbinde, schwarzer Rückenflosse und schwarzem Schwanzfleck – der auffälligste Panzerwels für kleinere Becken.

Kurzprofil

Herkunft
Peru, Einzugsgebiet des Río Ucayali und Río Pachitea
Endgröße
4 bis 5,5 cm
Lebenserwartung
5 bis 10 Jahre
Gruppengröße
Ab 8 Tieren
Mindestbecken
Ab 60 cm Kantenlänge (rund 60 Liter)
Schwimmbereich
Bodenzone
Anspruch
Einfach bis mittel

Wasserwerte

Temperatur
20 bis 25 °C
pH-Wert
6,0 bis 7,4
Gesamthärte (GH)
2 bis 15 °dGH
Karbonathärte (KH)
1 bis 10 °dKH

Der Panda-Panzerwels stammt aus kühleren Zuflüssen der Anden und bevorzugt deutlich niedrigere Temperaturen als die meisten Verwandten. Dauerhaft über 26 °C gehaltene Tiere sind anfälliger für Krankheiten und werden merklich weniger alt. Ein ungeheiztes Becken in einem normal temperierten Wohnraum passt dieser Art oft besser als ein durchgehend auf 26 °C geregeltes.

Beschreibung

Die Zeichnung erklärt den Namen sofort: Auf cremefarbenem bis rosé-weißem Grund sitzen drei kräftige schwarze Flecken – eine breite Binde über dem Auge, ein Fleck auf der Rückenflosse und einer an der Schwanzwurzel. Diese Kombination macht den Panda zu einem der begehrtesten Panzerwelse überhaupt.

Die Art bleibt mit gut 5 cm deutlich kleiner als der Metallpanzerwels und eignet sich damit auch für Becken ab 60 cm. Wie alle Corydoras ist sie ein ausgesprochener Gruppenfisch und zeigt in großer Zahl ein wesentlich lebhafteres Verhalten.

Jungtiere sind oft noch blass gezeichnet; die volle Kontrastwirkung stellt sich erst mit einigen Monaten ein. Heute stammen fast alle angebotenen Tiere aus Nachzuchten und sind entsprechend gut an Aquarienbedingungen gewöhnt.

Aquarium und Einrichtung

Feiner Sand ist bei dieser Art noch wichtiger als bei ihren größeren Verwandten – die Barteln sind zierlicher und entsprechend empfindlicher. Eine offene Sandfläche zum Gründeln gehört zwingend dazu.

Die Einrichtung darf strukturreich sein: Wurzeln, Laub, Steinaufbauten und dichte Pflanzengruppen am Rand schaffen Schatten und Sicherheit. Ein paar Seemandelbaum- oder Eichenblätter auf dem Boden bilden nicht nur einen natürlichen Rückzugsort, sondern auch eine Weidefläche für Mikroorganismen, die gern aufgenommen werden.

Das Becken sollte gut gefiltert sein und eine leichte bis mittlere Strömung aufweisen. Auf eine Heizung kann in vielen Wohnräumen verzichtet werden – wichtig ist nur, dass die Temperatur nicht dauerhaft über 26 °C klettert.

Ernährung

Allesfresser mit Vorliebe für feines tierisches Futter. Bewährt haben sich absinkende Tabletten, feines Granulat, Frost- und Lebendfutter wie Artemia, weiße Mückenlarven, Cyclops und Tubifex.

Das Maul ist klein – zu grobes Futter wird liegen gelassen. Gefüttert wird am besten abends, damit die Bodenfische in Ruhe fressen können. Auch hier gilt: Panzerwelse sind keine Resteverwerter und brauchen ihre eigene Ration.

Vergesellschaftung

Sehr friedlich und für Gesellschaftsbecken bestens geeignet. Passende Partner sind kleine Salmler, Bärblinge, Zwergbärblinge und ruhige Zwergbuntbarsche. Wichtig ist, dass die Mitbewohner die kühleren Temperaturen ebenfalls vertragen – Diskus oder andere Warmwasserarten scheiden damit aus.

In Gruppen ab acht Tieren zeigt sich die Art von ihrer besten Seite: dann wird gemeinsam gegründelt, gejagt und geruht. Einzeln oder zu dritt gehaltene Tiere bleiben scheu und verstecken sich den ganzen Tag.

Garnelen werden von ausgewachsenen Panzerwelsen in Ruhe gelassen, sehr kleiner Garnelennachwuchs kann jedoch als Futter enden.

Zucht

Die Nachzucht ist möglich, aber anspruchsvoller als beim Metallpanzerwels. Als Auslöser dient ein umfangreicher Wasserwechsel mit deutlich kühlerem Wasser, gern kombiniert mit einem leichten Absenken der Härte.

Abgelaicht wird in der typischen T-Stellung. Die Eier werden bevorzugt an Scheiben, Filterrohren und feinfiedrigen Pflanzen abgelegt. Ein Gelege umfasst meist 20 bis 60 Eier – deutlich weniger als bei größeren Arten.

Die Eier sollten in einen separaten Aufzuchtbehälter mit sauerstoffreichem Wasser überführt werden; ein Tropfen Wasseraufbereiter gegen Verpilzung hat sich bewährt. Nach drei bis vier Tagen schlüpfen die Larven. Die Aufzucht erfolgt mit Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien und verlangt konsequent saubere Verhältnisse mit täglichem Wasserwechsel.

Besonderheiten

Die niedrigere Temperaturvorliebe ist das entscheidende Detail dieser Art und der häufigste Haltungsfehler. Wer sie im warmen Gesellschaftsbecken pflegt, wird sich über kurze Lebensdauer und wiederkehrende Krankheiten wundern.

Auch der Panda betreibt Darmatmung und steigt regelmäßig zur Oberfläche auf. Die Brustflossenstacheln verhaken sich leicht im Kescher – zum Umsetzen besser einen Behälter verwenden.

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