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Panzerwels "Rio Tomo" (Corydoras sp. "Rio Tomo")
Panzerwelse

Panzerwels "Rio Tomo"

Corydoras sp. "Rio Tomo"

Standortvariante mit dunkler Kopfmaske und warm kupferfarbenem Körper. In Pflege und Ansprüchen ein typischer, unkomplizierter Panzerwels.

Kurzprofil

Herkunft
Kolumbien, Einzugsgebiet des Río Tomo (Orinoco-System)
Endgröße
5 bis 6,5 cm
Lebenserwartung
6 bis 10 Jahre
Gruppengröße
Ab 6 Tieren, besser 8 bis 10
Mindestbecken
Ab 80 cm Kantenlänge (rund 100 Liter)
Schwimmbereich
Bodenzone
Anspruch
Einfach

Wasserwerte

Temperatur
22 bis 26 °C
pH-Wert
6,0 bis 7,5
Gesamthärte (GH)
2 bis 18 °dGH
Karbonathärte (KH)
1 bis 12 °dKH

Weiches bis mittelhartes, leicht saures Wasser entspricht dem Herkunftsgebiet am besten, notwendig ist es für die reine Pflege jedoch nicht. Entscheidend sind Sauberkeit und Stabilität – niedrige Nitratwerte und wöchentliche Teilwasserwechsel.

Beschreibung

Unter Standortbezeichnungen wie "Rio Tomo" werden Panzerwelse gehandelt, die aus einem bestimmten Fluss stammen und sich farblich von der jeweiligen Ausgangsform unterscheiden. Kennzeichnend für diese Variante ist der dunkel maskierte Kopfbereich, der scharf gegen den warm kupfer- bis orangebraunen Körper abgesetzt ist. Auf den Flanken zeichnen sich die Reihen der Knochenplatten deutlich ab.

Im Verhalten unterscheidet sich die Form nicht von anderen mittelgroßen Panzerwelsen: ein ruhiger, geselliger Bodenfisch, der den Tag gründelnd verbringt und in der Gruppe deutlich sicherer auftritt.

Da Standortformen nicht immer eindeutig zugeordnet sind, empfiehlt es sich, beim Nachkauf auf dieselbe Bezugsquelle zu achten, wenn man eine einheitliche Gruppe aufbauen möchte.

Aquarium und Einrichtung

Feiner Sand als Bodengrund ist Voraussetzung, dazu ein großzügiger offener Bereich zum Gründeln. Wurzeln, Laub und breitblättrige Pflanzen liefern Schatten und Struktur.

Ein Bodengrund aus Sand hat neben dem Schutz der Barteln einen weiteren Vorteil: Futterreste bleiben oben liegen und können aufgenommen werden, statt zwischen Kieselsteinen zu verderben.

Eine leichte bis mittlere Strömung wird angenommen. Das Becken sollte gut eingefahren und mit ausreichend Filterleistung ausgestattet sein.

Ernährung

Allesfresser mit Vorliebe für tierische Kost. Absinkende Futtertabletten, Granulat, Frostfutter (weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops) und Lebendfutter bilden eine ausgewogene Grundlage.

Gefüttert wird gezielt in den Bodenbereich, am besten in der Dämmerung. Eine reine Versorgung über Reste anderer Fische ist nicht ausreichend.

Vergesellschaftung

Friedlich und ohne Einschränkungen gesellschaftstauglich. Salmler, Bärblinge, kleine Barben und ruhige Zwergbuntbarsche passen gut.

Eine Artgruppe ab acht Tieren ist deutlich lebhafter als eine kleine Gruppe. Wer mehrere Panzerwelsarten pflegen möchte, sollte statt vieler Kleingruppen lieber zwei große Gruppen halten.

Größere, räuberische Fische und Arten, die den Boden aggressiv verteidigen, sind keine geeigneten Partner.

Zucht

Die Vermehrung folgt dem üblichen Corydoras-Schema. Ein größerer Wasserwechsel mit kühlerem Wasser bei gleichzeitig reichhaltiger Fütterung setzt den Reiz zum Ablaichen.

Die Eier werden in T-Stellung übergeben und anschließend an Scheiben, Wurzeln oder Pflanzen geheftet. Eine Brutpflege findet nicht statt, weshalb die Eier für die Aufzucht abgesammelt werden sollten.

Nach drei bis fünf Tagen schlüpfen die Larven; gefüttert wird ab dem Aufzehren des Dottersacks mit Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien. Sauberkeit im Aufzuchtbehälter ist der wichtigste Erfolgsfaktor.

Besonderheiten

Wie alle Panzerwelse betreibt auch diese Form Darmatmung und steigt regelmäßig zur Oberfläche.

Standortformen werden im Handel gelegentlich unter wechselnden Namen geführt. Für die Pflege ist das ohne Belang – die Ansprüche mittelgroßer Panzerwelse aus dem Orinoco- und Amazonasgebiet sind praktisch identisch.

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